Einfach nur schön…

…und definitiv ein Gänsehautmoment:

Ich bin so verdammt glücklich, da gewesen zu sein.

(Und auch, die Taxifahrt nach Hause überlebt zu haben. Normalerweise fürchte ich beim Autofahren nicht um mein Leben. Ich hatte keine AHNUNG, wie schnell man von da nach dort kommen kann. Wenn man wirklich will… )

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Ausschuss

Janina sagt, das Bild sei nicht ganz so geworden, wie sie es haben wollte. Ich hab es ihr abgeschwatzt, nachdem ich feststellte, dass es genauso geworden ist, wie ich es haben wollte (ich hatte vorher keine Ahnung, dass ich eins brauche):

Teddy

Bin ich eigentlich zu alt, um Teddybilder an die Wand zu hängen???

 

Sommertag

Es ist so unglaublich schön hier. Still, friedlich. Die Sonne scheint, aber ich sitze im Schatten eines kleinen Baumes, den jemand extra für mich dahin gestellt haben muss. Genau wie die Bank, im übrigen, die ich hier eigentlich nicht erwartet hatte. Sie war auch kaum zu sehen in all dem hüfthohen Gras. Ich saß bestimmt schon an die zwanzig Minuten hier, als mir klar wurde, wozu diese Bank gedacht war. Plötzlich hörte ich nämlich ein lautes Klappern, und als ich um ein weiteres Bäumchen herum guckte, um den Verursacher ausfindig zu machen (ich rechnete mit einem Buntspecht, weil ich die zuhause oft höre), entdeckte ich ein Storchennest auf einem hohen Pfosten in höchstens zwanzig Meter Entfernung. Zwei Störche begrüßten sich begeistert (und ich machte, noch begeisterter, ein paar Fotos mit dem Handy und verfluchte mein Schicksal das mir eine vernünftige Kamera schon seit Jahren vorenthält).

Vorhin habe ich hier gearbeitet, auf meiner Bank, im Schatten, aber dann bin ich zum Mittagessen gefahren. Als ich wieder kam, satt und zufrieden, um mich wieder auf meine Bank zu setzen, stellte ich fest, dass ich da offenbar jemandes Ehrgeiz angestachelt hatte. Das hüfthohe Gras war gemäht worden, und jetzt kann man auch den Tisch und den Abfalleimer gut erreichen. Nicht, dass jemand das jemals täte – jedenfalls sieht es nicht so aus – aber ich fand das doch ganz nett von dem Unbekannten.

Papa Storch ist inzwischen wieder alleine – ich bilde mir, warum auch immer, ein, dass der Storch da oben der Papa ist – und es ist interessant, zu beobachten, was Störche alles so anstellen, wenn sie sich langweilen. Manchmal steht er einfach nur da und blickt majestätisch um sich (wobei er mir keinen Blick gönnt. Er hat schon vor Stunden beschlossen, dass ich harmlos bin). Dann wieder knuddelt er eine Runde mit seinem Nachwuchs, oder vielleicht erzählt er ihnen auch eine kurze Einschlafgeschichte, ich bin nicht sicher. Von Zeit zu Zeit muss er sich unbedingt ausgiebig mit dem Schnabel kratzen. Dabei verwandelt er sich in einen unordentlichen Federball auf zwei roten Beinen, bei dem man nicht weiß, wo oben und wo unten ist. Dann döst er, ermattet von der Anstrengung, wieder ein. Im Stehen. Was der wohl denken mag die ganze Zeit? Ob er die Relativitätstheorie anhand von Froschschenkeln widerlegt? Das Lustigste hat er aber eben gemacht. Er hat gegähnt – ich hatte noch nie jemanden mit so einem riesigen Schnabel gähnen gesehen. Sieht saukomisch aus.

Eben krähen sich zwei Hähne eines nahen Hühnerhofes an. Vorhin, als ich kam, haben sie sich beide über mich aufgeregt, aber inzwischen scheine ich mich in die Landschaft eingefügt zu haben, und sie sind wieder friedlich. Dafür kommen jetzt alle möglichen Insekten vorbei, um mich genauer zu beobachten. Stahlblaue Libellen zum Beispiel, die minutenlang auf einer Stelle schwirren und Daten über mich sammeln, bevor sie zum heimischen Libellen-Port fliegen, sich dort anstöpseln und die gesammelten Daten der Datenbank hinzufügen. Ameisen gibt‘s hier auch einige, aber da ich sie konsequent wegschnipse, kommen wir gut miteinander aus. Ach ja, und dann sind da noch die Mücken (jetzt, um halb drei, noch nicht so sehr viele, aber ich werde zusehen, dass ich heute Abend nicht hier sitze), und die mich nicht nur beobachten, sondern auch auf Schmackhaftigkeit testen.

Dort, wo es nicht summt und brummt, ist alles voller Gräserrauschen und Grillenzirpen und Vogelgezwitscher. Die wohnen in den Büschen und Bäumen rings um das Storchennest, die Vögel, und ich höre eine Unzahl verschiedener Stimmen heraus. Indes, einige von denen wohnen nicht in den Büschen, sondern im Storchennest selber, quasi als Untermieter. Es wundert mich, dass Papa Storch keinen Einspruch gegen das Gewusel unter seinen Füßen erhebt, aber vielleicht lenkt ihn das auch von seiner Langeweile beim Babysitten ab, wer weiß das schon.

Eben klapperte Papa Storch wieder, und ich dachte, die holde Gattin sei vielleicht mit leckeren Fröschen zurück gekommen, aber es stellte sich heraus, dass ein Greifvogel um das Nest flog, irgendein mittelgroßer Vogel mit rotgrauem Gefieder, den ich nicht einordnen konnte. Er flog dann auch schnell wieder weg – mit dem Schnabel würde ich mich auch nicht anlegen wollen.

Von Zeit zu Zeit kommt auf der Straße ein Auto vorbei und stört die Stille ein wenig und vorhin – also, das war lustig. Da fuhr ein älterer Mann auf einem beigefarbenen Motorroller an mir vorbei, warf einen kurzen Blick auf mich – ganz unauffällig – wendete dann und verschwand wieder. Ich denke, es könnte derjenige sein, der hier vorhin das Gras gemäht hat und der sich vom Erfolg seiner Arbeit vergewissern wollte.

Zwei stahlblaue Libellen jetzt. Sie würdigen mich keines Blickes. Die werden doch wohl nicht… nein, zumindest nicht hier. Sie sind schon wieder weg. Sollen sie.

Es ist schön hier…

Nicht wirklich spannend

Ich fürchte, ich werde den Titel „Queen of Waschmaschinenreparatur“ doch nicht bekommen. Ich habe nämlich, ganz unorthodox, improvisieren müssen. Zwar habe ich die Türmanschette selber ausgewechselt bekommen, aber schon beim ersten Versuch vor zwei Tagen machten die Spannringe Probleme. Offenbar mehr noch, als ich dachte – die Waschmaschine kotzte beim Probewaschen Wasser aus wie ehedem. Heute also ein neuer Versuch, und dieses Mal habe ich die Spannringe überhaupt nicht gespannt bekommen, die blöden Dinger. Das waren eher Weghopsringe als Spannringe. Schließlich hatte ich die Schnauze so voll, dass ich die Ringe geöffnet habe, die Enden mit je einem Kabelbinder verbunden und den dann festgezurrt habe.
Ich glaube nicht, dass das ewig hält.
Aber ich kann wieder Wäsche waschen.

Randalwuschel

Als ich Frau Eichhörnchen vorhin auf meinem Balkon entdeckte, war ich schon ziemlich sicher, dass sie trächtig sein musste. Die Rasse „Hängebaucheichhörnchen“ ist ja ansonsten in unserem Lande doch eher unbekannt:

Ziemlich dick

Ich habe erstmal Wasser nachgegossen und ihr ein bisschen Hamsterfutter hingestellt. Fand sie wohl gut. Jedenfalls betrachtete sie das als Aufforderung, das Winterschutzvlies meiner Pflanzen zum Zwecke des Nestbaus zu zerlegen.

Hauptsache, ihre Kleinen haben es schön kuschelig 🙂