Hustend ging ich durch die Gassen…

Wisst ihr, was „Des Moines“ ist? Ich meine, abgesehen vom Offensichtlichen. Da wäre es nämlich die Hauptstadt des US-Bundesstaates Iowa. Weniger offensichtlich kommt es in einem Buch vor, nämlich in „The Meaning of LIFF“. Dieses unfassbar sinnvolle Werk wurde Anfang der Achziger Jahre von Douglas Adams und seinem Schriftsteller-Kumpel John Lloyd verfasst, als sich beide in den USA aufhielten (und vermutlich ein bisschen zuviel getrunken hatten). Die beiden fingen an, sich über amerikanische Ortsnamen lustig zu machen und ihnen neue Bedeutungen zu geben, aber statt danach ins Bett zu gehen und ihren Rausch auszuschlafen, veröffentlichten sie das Ergebnis durchaus erfolgreich.

Ich mag dieses Buch sehr. Besonders hat mir immer ein Wort für den kleinen Rest an Essen gefehlt, den man nicht mehr schafft und ihn deshalb in den Kühlschrank stellt, nur um ihn zwei Wochen später vergammelt wieder aus dem Kühlschrank herauszuholen und wegzuwerfen. Leider habe ich den dafür vorgesehenen Begriff dafür vergessen. Des Moines dagegen ist mir für alle Zeiten im Gedächtnis geblieben, besonders, da ich, wenn es drauf ankommt, nicht weiß, wie die Dinger WIRKLICH heißen. „Des Moines“ sind nämlich diese zwei komischen Erhöhungen direkt unter der Mitte der Nase, diese zwei Linien, die zu den Lippen führen. Bestimmt gibt es einen ganz tollen medizinischen Begriff dafür, aber wenn ich im Internet nachsehe, finde ich nur Angebote, das Ganze mit Hyaluronsäure aufzuspritzen, um faltenfreier zu werden.

Jedenfalls, meine „Des Moines“ sind rot und entzündet und ich sehe immer noch total erkältet aus.

Bin ich auch.

Mist.

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Ich bin so unmodern…

…denn wenn ich es nicht wäre, würde ich statt „modern“ „in“ oder sowas schreiben. Ich würde mich dem alljährlichen Weihnachtsgeschenkewahn verschließen und Urlaub auf den Malediven machen, nicht, ohne davor das Mantra der modernen Leute zu beten: „Wir schenken uns dieses Jahr nichts“. Oh, und ich hätte was gegen gute Vorsätze zum neuen Jahr.
Also, dass man statt modern auch „in“ sein kann, ist mir schon bewusst, aber wie heißt das moderne Gegenteil davon? Unin? Sieht komisch aus. Ein bisschen nach Rechtschreibfehler im zweiten Buchstaben. Und ich schenke gerne und bekomme auch gerne Geschenke. In diesem Jahr habe ich ein wunderbares Buch geschenkt bekommen. Ich glaube, das beste Buch, was ich jemals bekommen habe. Oh, nicht wegen der Geschichte – das Buch ist leer. Janina hat es für mich gemacht, hat festes, bräunliches Papier für die Seiten genommen, es in einem braunen, alt aussehenden Einband eingebunden (auch alles selber gemacht!) und mit den Metallecken verziert, die wir zusammen auf dem Kreativmarkt gekauft haben. Es sieht aus wie eine alte Kostarkeit, gefunden auf dem Dachboden eines herrschaftlichen Hauses, neben den Ballkleidern aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Dieses Buch verlangt nach einem Federkiel; ein profaner Kuli würde mein ästhetisches Empfinden stören. Im Moment bin ich nicht sicher, ob nicht alles, was ich da hineinschreibe, mein ästhetisches Empfinden stören würde. Noch, so leer wie es ist, ist dieses Buch voller Möglichkeiten. Liebesbriefe, Einkaufslisten, Telefonnummern, Kalligraphie-Übungen oder ganz simpel die wunderbarste Geschichte der Welt – noch kann aus diesem Buch wirklich alles werden. Ich will es nicht seiner Möglichkeiten berauben.
Und was meine unmodernen Vorsätze zum neuen Jahr betrifft – nun, ich habe keine getroffen. Ich bin sehr glücklich so, wie mein Leben im Moment ist und wünsche nichts daran zu ändern. Selbst abnehmen muss ich nicht unbedingt (außer, weil meine Kniegelenke sich freuen würden) – da es doch jemanden gibt, der mich genauso liebt, wie ich bin. Aber wenn ich denn gute Vorsätze nötig hätte, würde ich sie am ersten Januar treffen und von diesem Moment an versuchen, in die Tat umzusetzen. Natürlich könnte man das auch am 17. Februar machen oder am 3. Mai oder am 21. Oktober. Aber bis zum nächsten 17. Februar habe ich garantiert vergessen, dass ich vor genau einem Jahr angefangen hatte, abnehmen zu wollen oder mehr Sport zu treiben oder die wunderbarste Geschichte der Welt zu schreiben. Der erste Januar dagegen ist ein Datum, an das ich mich immer erinnern kann – und ein Jahr scheint mir ein prima Zeitraum zu sein, um mal zu gucken, wie weit ich gekommen bin.

Ach ja, und mein Sohn meint, ich soll in mein neues Buch schreiben:
Hallo, Tom Riddle – und dann mal gucken, ob die Schrift da bleibt oder verschwindet.
Er zumindest hat begriffen, was für ein wundervolles Geschenk mein schönes neues Buch ist…

Buch

Erwachsen werden…

Mittlerer Sohn zu mir: „…und melde dich, wenn du zuhause bist, damit ich weiß, dass du gut angekommen bist…“

Jüngster Sohn zu mir: „Nein, Mama, du gehst Silvester NICHT alleine zum Hafen, das ist viel zu gefährlich. Wenn du da unbedingt hinwillst, dann komm ich mit!“

Irgendwas ist merkwürdig…

Irrtümer der Weltgeschichte

Eben drüber gestolpert  (das hatte ich 2008 schonmal geschrieben, und ich finde das genauso witzig wie vor 9 Jahren, deshalb hier noch einmal):

„640 Kilobyte sind genug für jeden.“
Bill Gates, 1981

„Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1.5 Tonnen wiegen.“
Die Zeitschrift ‘Populäre Mechanik‘, 1949
(hey, wo ist der Irrtum?)

„Aber für was ist das gut?“
Ein IBM-Ingenieur über den Microprozessor, 1968

„Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“
Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943

„Ich kann Ihnen versichern, dass Datenverarbeitung ein Tick ist, welcher dieses Jahr nicht überleben wird.“
Der Herausgeber einer Geschäftsbuch-Reihe, 1957

„Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.“
Ken Olson, Präsident der Digital Equipment Corp., 1977

„Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber von keinem militärischen Wert.“
Marschall Ferdinand Foch, Professor für Strategie.

„Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden.“
C. H. Duell, Beauftragter des US-Patentamts, 1899.

„Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.“
‘Western Union‘, Interne Meldung, 1876.

„Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert.“
Ein potentieller Investor zur Erfindung des Radio in den 1920ern.

„Pasteurs Theorie von Bazillen ist lächerliche Fiktion.“
Pierre Pachet, Professor der Physiologie in Toulouse, 1872

„Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?“
Warner Brothers‘ über Tonfilme, 1927.

„Ich bin nur froh das es Clark Gable ist, der auf die Fresse fällt, und nicht Gary Cooper.“
Gary Cooper zu seinem Entschluss, die Hauptrolle in „Vom Winde verweht“ nicht anzunehmen.

„Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.“
Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895.

„Bohrer für Öl? Sie meinen, in die Erde bohren und versuchen Öl zu finden? Sie sind verrückt!“
Bohr-Arbeiter vor dem ersten Öl-Bohr-Projekt, 1859.

„Wir mögen den Sound nicht und außerdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.“
Decca Recording Co.‘ begründet die Zurückweisung der Beatles, 1962.

Ach ja, und dann waren da noch die Verlage, die das Manuskript zum ersten Harry-Potter-Roman ablehnten, oder die Filmstudios, die George Lucas finanziell nicht unterstützen wollten, weil niemand jemals so einen komischen Film über Sterne und Kriege und Jedi-Ritter würde sehen wollen. Man, müssen die sich ärgern…

Krank und wehleidig…

Bei den Geräuschen, die ich derzeit von mir gebe, frage ich mich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, mit meinem Husten statt zu einem Arzt zum Exorzisten zu gehen.

Eigentlich wollte ich einen schönen Blogeintrag schreiben. Aber der Arzt sagte, ich solle Tee trinken.

Na gut, dann eben das…

Alle Jahre wieder…

…ist mein Weihnachtsbaum ein bisschen anders als andere Bäume.

Ei

Ohne DAS EI ist der Baum nicht wirklich richtig geschmückt.

Liebe Grüße an Oma und Opa, wo immer ihr auch seid. Wir machen es uns schön heute. Und denken an euch.

Und an alle Leser: Ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest. Und nein, der Baum steht nicht schief, und früher war auch nicht mehr Lametta (in meinem Fall war da eigentlich nie Lametta, aber in diesem Jahr hab ich mich in das Hologramm-Lametta verliebt).

Alles ist gut.

Eure Feldlilie