Alle Jahre wieder…

…wird von einer Jury, zusammengesetzt aus allen möglichen Leuten, die Ahnung haben, das Jugendwort des Jahres gekürt. Ich hatte ja auf „normal, ne“ als Wort des Jahres getippt, weil zumindest einer meiner Söhne mit „normal, ne“ wirklich alles ausdrücken kann, von „guten Morgen“ über „das Essen schmeckt gut“ bis hin zu „ich brauche dringend 100 Euro“ (und in welchem Zusammenhang er „normal, ne“ in intimen Situationen zu seiner Freundin sagt, will ich gar nicht so genau wissen).
Ich habe mich geirrt. Das Jugendwort des Jahres ist eins, das ich noch nie vorher gehört habe. Ich musste sofort das einzig greifbare Kind fragen: „Sag mal, weißt Du was ein „Smombie“ ist?“
„Das ist zusammengesetzt aus Smartphone und Zombie. Die sehen wirklich so aus, wenn die in Gruppen zusammenstehen und keiner redet. Stattdessen whatsappen die mit dem, der direkt daneben steht.“
Na gut, dann kenne ich das Wort jetzt auch.
Interessanterweise ist das übrigens nicht ganz das, was eine der Juroren zur Begründung für die Auswahl dieses Wortes sagte. Sie meinte, es beschreibe „punktgenau die heutige Selbstverständlichkeit vieler Menschen im Umgang mit dem Smartphone“. Was ja nun wirklich nicht dasselbe ist. Mir gefiel die Erklärung meines Jüngsten besser.
Aus dem Rennen genommen wurde übrigens der „Alpha-Kevin“ – ein Kevin, der noch ein bisschen mehr Kevin ist als die üblichen Kevins, aber das, so die Jury, würde die ganzen anderen Kevins zu sehr beleidigen. Am die Gefühle der armen Zombies denkt natürlich wieder niemand.
Normal, ne?

Der einzige Hamster meines Herzens sendet Grüße… DSCF5163

Für die Dichter unter Euch!

Übrigens, falls jemand ein Gedicht über einen Hamster schreiben möchte (die heroischen Großtaten von Hamstern erfordern geradezu gereimte jambische Pentameter!) hier ein paar Vorschläge, was sich auf „Hamster“ reimt (ich gebe zu, ich bin alleine nicht drauf gekommen. Das hier stammt von einem Reimefinder aus dem Internet)

HamsterreimHmmm… der Hamster lag im… Doppelzimmer und nagte an der… Großmutter? Jau, das wird die Welt revolutionieren!!!

Fernsehen. Oder so ähnlich.

Eigentlich kommen Hunde bei mir nicht unbedingt aufs Sofa. Mein derzeitiger Pflegehund hat es aber da rauf geschafft – aus einem ganz einfachen Grund. Das kleine Fräulein ist winzig – und nur vom Sofa aus kann sie gut Hamsterfernsehen gucken (gestern stand sie über eine halbe Stunde auf zwei Beinen, um nur ja nichts zu verpassen. Heute tat sie mir leid.). Im Moment läuft gerade die unglaublich spannende Folge „Hamster stopft Futter in Backentaschen und versteckt es dann in einer Terrarium-Ecke„. An Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Ich glaube, es ist eine Doppelfolge; mit etwas Glück kann sie nachher noch „Hamster läuft auf Laufrad, klettert ein wenig durch die Gegend und lässt sich dann mit einem gewagten Sprung vom Dach des Kletterturms fallen“.

Das einzig Doofe bei dieser Serie sind die dauernden Wiederholungen…

(Nachtrag: Der Hamster selber guckt gerade die Folge: „Frauchen sitzt mit Hund auf Sofa und tut… NICHTS„. Scheint auch unglaublich spannend zu sein…)

Foto-Workshop

Heute: Wie fotografiert man einen äußerst munteren Hamster.

Hamster lieben es, fotografiert zu werden. Sie werden sich still hinsetzen und warten, bis man fertig ist. Hamsterbilder sind daher immer von gestochener Schärfe.

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Hamster wissen um ihre fotogenen Seiten und stellen diese bereitwillig zur Vefügung:

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Eine gewisse Neugier kann man Hamstern nicht absprechen. Nahaufnahmen von Hamsternasen kommen beim staunenden Publikum immer gut an:

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Nachdem man die Linse von den Flecken gereinigt hat, die ein Hamster darauf hinterlassen hat, der unbedingt wissen wollte, wie Glas schmeckt, kann man es noch einmal versuchen.

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Der immens pfiffige Geschichtsausdruck des lieben Hausgenossen lässt sich möglicherweise mithilfe eines hochwertigen Bildbearbeitungsprogramms unauffällig anpassen.

grinsender Hamster

Im nächsten Teil unseres Fotoworkshops: Wie fotografieren wir eine Zucchini…

Sommerlochnager

Man merkt den Blogs an, daß wir mitten in einem Sommerloch stecken. Nessi aus Schottland, der Alligator aus Wanne-Eickel, Paul aus dem Aquarium und Willi, der Wasserski fahrende Wellensittich haben wieder Hochkonjunktur.
Blogger mit verschiedenen politischen oder sonstigen Ansichten gehen sich an die Gurgel oder outen den Kontrahenten mittels Freigabe persönlicher Daten des anderen – sehr nett, besonders, wenn man behauptet, man wolle mit seinem Blog die Welt verbessern, und dann als Begründung für sein weltverbesserndes Verhalten nennt, daß die Klimaanlage defekt war – und wenn man von Ehestreitigkeiten weniger hört, dann nur, weil die Partner es doch noch einmal miteinander versuchen wollen und zusammen in Urlaub gefahren sind.

Ich habe auch nichts zu erzählen. Dass es heiß ist, haben vermutlich alle schon ohne mich gemerkt, der Volksentscheid hier in Hamburg ist noch nicht entschieden und gekocht habe ich heute nichts; es war mir zu heiß.
Die Kaninchen geben einen gewissen Gesprächsstoff ab; ich habe sie heute versuchsweise mal ins Freigehege gesetzt. Sie haben sich eine Weile gejagt, und dann so getan, als sähen sie sich nicht, was ich als Fortschritt werte. Ich wünschte, die Streithammel hier bei Blog.de würden dasselbe tun.
Am Besten ist der Hamster, den mein Sohn in Pflege hat. Er frisst nicht wie ein normaler Hamster, sondern legt sich dazu auf den Rücken. Das sieht nur ein ganz klein wenig bescheuert aus…
Hamster