Winter!

Nachdem ich den Anfängerlevel bereits gemeistert hatte – Fahren mit dem Sprinter bei schönstem Sonnenschein auf schnurgerader Strecke – habe ich mich heute an einer Fahrt für Fortgeschrittene versucht. Ich musste zum Baumarkt. Bei Schnee, eisglatter, noch nicht geräumter Straße und durch jede Menge fiese Kurven. Mit dem Sprinter. Beim Baumarkt angekommen dann Parkplatzsuche auf einem zugematschten, völlig überfüllten Parkplatz, einkaufen und dann irgendwie aus der Parkklücke rauskommen, ohne Autos, Fußgänger oder mein Seelenheil zu zerstören. Naja, und dann wieder zurück nach Hause.
Ich glaube, ich habe das gut gemacht. Jedenfalls schliefen die Hunde völlig entspannt auf dem Beifahrersitz, statt sich panisch irgendwo festzukrallen. Ich musste an meinen Fahrlehrer denken, damals, vor ich weiß nicht wievielen Jahren. Dessen Yorkshire-Terrier durfte auf Landstraßen- und Autobahnfahrten hinten auf dem Rücksitz des Fahrschulwagens Platz nehmen. „Wenn er nicht runterfällt, war alles in Ordnung“, pflegte mein Fahrlehrer zu sagen. Blöderweise war der Hund bei der ersten Prüfung nicht dabei, und man hatte vergessen zu erwähnen, dass auch die Prüfer nicht vom Rücksitz kullern dürfen…
Jetzt sind wir wieder zuhause. Der Blick aus dem Fenster zeigt, dass unser Dörflein wie üblich vom herumliegenden Wetter nicht betroffen ist. Die Weiden sind grün, ebenso die Bäume, und die Straßen sind grau. Lediglich auf den Dächernbefindet sich eine leicht weißliche Schicht (das kann aber ebensogut Zuckerguss sein. Oder Schimmel). Trotzdem fühlt sich das Ganze irgendwie winterlich an. Wird wohl Zeit für eine neue Portion Weihnachtskekse…

Übrigens bin ich einmal in meinem Leben mit einem Auto wirklich bei Glatteis ins Schleudern gekommen. Ich fuhr meinen Jüngsten zum Fußballtraining. Die Straße vor der Sporthalle war nicht geräumt und nicht gestreut, stattdessen aber liebevoll in eine Eisbahn verwandelt worden. Den Versuch zu Bremsen nahm mir mein Autochen übel. Es bremste nicht, sondern drehte sich sanft um 180 Grad (also horizontal, zum Glück!).
Reaktion meines Kindes: „GEIL!!! NOCHMAAAAAAL!!!!!“

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