Okay, das jüngste Kind und ich haben uns kurzentschlossen auf den Weg nach Berlin gemacht. Berlin ist eine eigenartige Stadt, und die Berliner ein merkwürdiges Völkchen. Freundlich gibts nicht, oder wenn, dann nicht kostenlos dazu, da ist Hamburg echt anders. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Gestern waren wir, weil’s hier um die Ecke ist, im KaDeWe, um uns überteuerte T-Shirts anzugucken. Eine „Dame“ mit der liebenswerten Ausstrahlung eines Komodowarans auf Beutefang stand 10 Sekunden lang an einer Kasse, an der sich kein Mitarbeiter befand. Und fing plötzlich an loszupöbeln, in einer Lautstärke, von der ich gedacht hätte, dass sie den Hamburger Fischverkäufern vorbehalten sei. Ob sie denn… nein, moment, das kann ich besser… OB SIE DENN WARTEN SOLLE!!! Die Verkäufer, eben alles echte Berliner und zu Höflichkeit nicht aufgelegt, motzten sofort zurück, bis auf einen, der die Megäre mit seelenvollen Augen ansah und mit Samtstimme säuselte: „Das kann schon mal passieren, dass man warten muss, Mäuschen.“
MÄUSCHEN!!! Dem Kind und mir gelang es nicht, ernst zu bleiben. Der Typ war echt, echt niedlich.
Vorhin, als ich so durch die Gegend schlenderte, steuerte eine Frau auf mich zu, die mich vom Verhalten her an einen Werwolf erinnerte. Die Unterlippe hing ihr auf den Busen, Rauch quoll aus ihren Ohren (zumindest bilde ich mir das ein) und mit gerunzelter Stirn (man sollte ihr sagen, dass ihr das nicht steht) sprach sie mich an. Ich dachte, sie wolle nach dem Weg fragen (den ich auch nicht gekannt hätte) aber tatsächlich bot sie mir an, meine Aura zu lesen. Hätte sie meine Aura wirklich lesen können, wäre ihr aufgefallen, dass meine in diesem Moment von blau-ausgeglichen zu amüsiert-orange wechselte, aber ihre eigene war so aschgrau, dass es ihr nicht auffiel. Ich habe mich freundlich bedankt und bin weiter gegangen.
Der Sohn liegt im Moment neben mir und schläft. Deshalb darf ich mein (MEIN!) Notebook auch mal benutzen. Die Nacht hindurch musste er nämlich Game of Thrones gucken. Ich kenne GoT nicht, daher war ich etwas überrascht, herauszufinden, dass es hauptsächlich darum geht, mit jemandem Sex zu haben und ihn hinterher zu töten. Ich wusste wirklich nicht, dass es sich bei dieser Serie um eine Dokumentation über Spinnen und Gottesanbeterinnen handelt. Wobei in der letzten Folge, wenn ich das richtig mitbekommen habe, zuerst geheiratet wurde, dann getötet und am Schluss die Sache mit dem Sex dran war. Ich bin nicht überrascht, dass das Kind völlig erschöpft eingeschlafen ist, obwohl ich gehofft hatte, es würde von den Sehenswürdigkeiten in Berlin überwältigt sein und nicht von meinem Notebook.
Morgen fahren wir wieder nach Hause. Ich denke, das ist okay.
ach menno – und dabei gibt es doch zu viel zu sehen in der Stadt, und zu erleben; eigentlich zu Schade, im Bett die Zeit zu verbringen – ausser,ohne GoT, mit dem, worum es ‚angeblich‘ in dem Film geht – weiterhin eine schöne Zeit – und denke dran, heute Abend
…..A l’Arme! Festival
Berghain, 19:30Uhr
Die ultimative Party-Nacht in Berlin! Feinste elektronische Beats !!
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Alles gut. Ist nur Siesta-Zeit. Zu warm hier. Aber gleich gehts wieder los… 🙂
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juuuup; waren so meine ‚Berlingedanken‘ 😉
alles gut! – und richtig gemacht –
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*schmunzel *
Game of Thrones ist ein furchtbarer Sex and Crime and Death Schinken…
Verstehe nicht, warum sich das so viele antun!
HH ist schöner als B!!
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