Neulich noch…

Das Älterwerden kam wirklich etwas zu plötzlich. Neulich hatte man noch alle Möglichkeiten im Leben, und bevor man sich entschlossen hatte, welche von denen man nun nutzen will, gilt man nun beim Arbeitsamt als schwer vermittelbar.
Der Körper, bisher immer guter Kumpel in allen Lebenslagen, macht auf einmal, was er will. Und es ist nicht unbedingt dasselbe, was man selber will. Und hat man sich nicht damals einfach auf’s Fahrrad geschwungen, wenn man irgendwo hin wollte? Inzwischen muss man darüber nachdenken, ob man das auch wirklich schafft.
Früher hat man einfach Urlaub gemacht und es genossen. Und jetzt? „Hier war damals ein Bäcker“ – „Und die Straße führt jetzt woanders lang und seit wann ist die eigentlich gepflastert?“
Man hatte sich gerade daran gewöhnt, ‚Mama‘ genannt zu werden, und auf einmal nennt einen jemand ‚Oma‘.

Ich mag das, was jetzt ist. Nach vielen Jahren geht es mir nun endlich wieder gut. Aber es macht mir auch Angst. Wieviel Zeit habe ich noch? Kann ich wenigstens einige meiner Träume noch verwirklichen, oder ist es dafür schon zu spät?

Vielleicht ist es ganz gut, dass man nicht vorher weiß, was kommt. Wenn der Weg schön aussieht, ist vielleicht auch das Ziel schön.

Am Wochenende jedenfalls war das so!

6 Gedanken zu “Neulich noch…

  1. Altwerden ist nichts für Feiglinge, heißt es. Das ist wohl war.
    Ich denke auch, dass es gut ist, dass man nicht weiß, was oder wie es kommt.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch ganz viele schöne Jahre.
    Und wenn der Weg das Ziel ist, dann sind das ja schöne Aussichten. 🙂

    Gefällt 1 Person

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