Rote Rosen und so’n Scheiß

„Du solltest“, sagt der Beste aller Männer, „einfach einen Bestseller schreiben. Den ultimativen Bestseller, den echt jeder kauft. Du nennst ihn… warte mal… ‚Rote Rosen… äääh… blühen nie‘. Genau. Und da zieht eine Frau aus der Stadt auf’s Land, und die verliebt sich in einen Typen, der immer auf dem Land gelebt hat, und die beiden passen überhaupt nicht zusammen aber die verlieben sich trotzdem, und dann sieht sie, wie er eine andere Frau küsst und ist sauer und dann ist es die Schwester. Ja, das könnte ein echter kommerzieller Erfolg werden“
Ich gucke wohl etwas verwirrt, aber dann beginne ich darüber nachzudenken, ob es mir möglich wäre, mit GENAU diesen Eckdaten eine Geschichte zu schreiben, bei der einem sich weder die Fußnägel kräuseln, noch man von fünfhundert anderen Autoren verklagt wird, weil die schon vor Ewigkeiten dieselbe tolle, unfassbar einzigartige Idee hatten. Ich glaube, ich könnte es, aber ich kann nicht beschwören, dass keine Zombies, kein sardinischer Madenkäse und keine Polyacrylsocken in orange-grün drin vorkommen.
Und in der Ecke sitzt die Muse und vergießt bittere Tränen und schluchzt: „Und nachher heißt es wieder, ich sei Schuld. Ich hatte so tolle Ideen aber keiner hört mir zu, und alle schreiben immer nur diesen Rosen-Land-Liebe-Polyacrylsockenquatsch. Ich will Urlaub. Oder eine Kur an der Nordsee. Schreibt eure Bestseller doch alleine…“

10 Gedanken zu “Rote Rosen und so’n Scheiß

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