Verbummelt

Dank der eigenwilligen Akustik unseres Dorfes bekommen wir hier auf dem Berg alles mit, was unten passiert. Niemand kann sich auch nur die Nase putzen, ohne dass wir darüber informiert sind. Besonders gut sind wir über die Nachbarstochter informiert. Nicht, dass wir das wollen, sondern sie lässt einem nicht besonders viel Wahl, etwas, was sie sagt, NICHT zu hören.
Natürlich sind wir auch über ihr Kind informiert. Wir wissen, wie es heißt, dass es keine Karotten mag und dass es gerne auf die Straße läuft, wenn ein Auto kommt. Das ist nachvollziehbar. Nachdem ich gestern hörte, wie seine Mama sagte „Wenn ein Auto kommt machst Du BUMM“ – also, meine Kinder hätten es toll gefunden, BUMM zu machen.

Vor einiger Zeit sang Mama den ganzen Tag lang das tolle Lied „Meine Nase ist verschwunden, ich hab keine Nase mehr“. Ein Brüller, das Ding.
Und eben höre ich, wie sie zu ihrem Sprössling sagt: „Wo ist Oma? Wo ist Opa? Wo ist Papa?“
Ganz ehrlich, langsam zweifle ich, ob die Frau wirklich Kinder erziehen sollte. Bei ihrer Neigung, nicht nur Körperteile zu verlegen, sondern gleich auch noch ganze Familienmitglieder, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis auch das Kind weg ist. Und dann macht es BUMM.

Ziemlich sicher.

7 Gedanken zu “Verbummelt

    1. Irgendwann muss ich seine Intimsphäre wahren (wenn Mama das schon nicht macht). Aber, wie der Beste aller Männer schon sagte: Sie kümmert sich. Das tut sie wirklich. Immerhin SUCHT sie ja nach ihren Eltern 🙂

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