Tag des Hundes

Der bestinformierteste aller Männer stellte fest, dass heute „Tag des Hundes“ ist. Und dass ich doch mal darüber schreiben solle. Wenn schon über sonst nichts.

Okay, gut… nur weiß ich gar nicht, wieso. Stimmt, ich hatte mal Hunde. Meine Bessi war zweifellos ein Hund. Schon bei Fenja war ich da nicht mehr sicher, obwohl ich für sie Hundesteuer zahlte. Ich meine, sie hatte ein plattes Gesicht wie eine Perserkatze, und wenn man sie streichelte, schnurrte sie. Mein Bruder stellte fest, dass sie eigentlich aussah wie ein mittelalterlicher Gargoyle, und beim Trüffelsuchen (oder was auch immer sie im Waldboden suchte) grunzte sie. Ich habe mich genau informiert. Heute ist nicht der „Tag des Katzenschweingargoyles“.

Dieses kleine Tier, welches jetzt mit uns zusammen lebt, scheint mir noch etwas völlig anderes zu sein (obwohl ihre Mami ein Katzenschweingargoyle war). Klar, die frisst Hundefutter, aber auch Brombeeren, Pferdekacke, Gurken (Meerschweinchen??? Googeln!), Socken, Erdbeeren, Kartoffelbrei, Zahnbürsten, Nasentropfen, Papiertaschentücher und Wolle. Vom Aussehen her könnte sie ein Katzenschweingargoyle sein, aber vom Verhalten… ich weiß nicht. Eigentlich sind Hunde ja für ihren nicht unimmensen Verstand bekannt, aber dieses Tier hat keinen. Neulich rannte sie gegen einen Elektroweidezaun und war danach böse auf mich. Heute rannte sie wieder dagegen – und ist jetzt sicher, dass ihr Bällchen schuld ist. Mein Sohn meint, ich solle sie noch mal in Abwesenheit des Bällchens dagegen werfen, aber irgendwie ist das auch fies. Das ist das Blöde an diesen Dingern, für die man Hundesteuer zahlt – so merkwürdig die auch sind, man hat sie trotzdem lieb. Irgendwie. Sogar echt doll. So gesehen ist der Tag des Hundes eigentlich eine gute Sache – wir fassen einfach alles zusammen, was am „Tag des Alpakas“, am „Tag des Iguanodon“ und am „Tag des Angler Sattelschweins“ NICHT gefeiert wird und nennen es „Hund“. Ist denen ohnehin egal. Solange es Leckerlis gibt und man am Bauch gekrault wird.

Liebe Grüße auch an Maggie und Kenji, von denen ich sicher bin, dass sie Hunde sind. Sie sehen so aus, sie benehmen sich größtenteils so, und sie tragen Hundehalsbänder. Lasst euch feiern.

Hier ein äußerst gelungenes, aussagekräftiges Portrait eines… äh… Dings… Knautschgesichtes. Jep. Ein Knautschgesicht, welches es vorzöge, zu schlafen.

2 Gedanken zu “Tag des Hundes

  1. Ich bin mir bei dem Exemplar, das wir des öfteren ausleihen auch nicht sicher. Reagiert nicht, wenn man rein kommt (angeblich hört er einwandfrei sagt der Tierarzt), kann kein einziges Kommando (oder will es nicht), grunzen tut er, bellen nur alle paar Monate mal. Ihn interessiert scheinbar nichts. Dafür pupst er ständig, sodass man ständig Türen und Fenster aufreißen muss. Selbst das führt zu keiner Emotion seinerseits. Beleidigt sein kann er auch gut. Wehe man macht ihn nass.

    Liken

  2. Kartoffelbrei? Das kann nicht sein … Seit „Men in black“ weiß ich, daß allemöglichen außerirdischen Wesen unseren Planeten besiedeln, wer weiß, als was Dein – äh, Hund sich noch entpuppt. Vielleicht ist er Träger eines intergalaktischen Geheimnisses, allein deswegen ist es gut, daß Du ihn liebevoll behandelst.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s