Die Jagd ist eröffnet!

Heute morgen goss es hier in unserem beschaulichen Dörflein wie verrückt. Als wir die Wohnung damals besichtigten, schlug ich vor, einen Schlauch von der Badewanne aus dem Fenster zu hängen, das Wasser anzustellen und das Tal zu fluten. So würden wir in wunderschöner Alleinlage wohnen – und das auch noch an einem See. Nun, heute morgen wurde mir klar, dass ich mir das Geld für das Wasser sparen kann. Die Natur bringt das auch ganz alleine fertig. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass der beste Mann von allen möglicherweise nicht der vorausschauendste Mann von allen ist. Bei Starkregen das Autofenster offen zu lassen, ist nur eine semi-gute Idee. Es sei denn, man argumentiert, dass er er ALLER-vorausschauendste Mann von allen ist. Wo er sich Moment mitsamt dem Auto befindet, ist nämlich schönstes Sommerwetter, und da kann man dann einfach das Fenster IMMER NOCH geöffnet lassen und das Ganze wieder trocknen.

Der kleine Hund allerdings muss bei Regen und Sonnenschein raus, und da sich das Wetter dann doch für „Sonnenschein“ (und entspannte 34 Grad) entschied, schnappte ich mir Hund, Topf und eine lange Hose und begab mich in den Wald. Hier das Ergebnis (also nicht das, was der Hund gemacht hat, das habe ich vergessen zu fotografieren. Ich meine, das andere Ergebnis):

BrombeerenBrombeeren. Gut, sie reichen noch nicht für Marmelade (höchstens für ein ganz kleines Glas!) aber so für die ersten Brombeeren im Jahr ist das gar nicht so schlecht, finde ich. Ich hätte auch noch mehr davon pflücken können, aber einige Punkte sprachen dagegen:
a) Der kleine Hund, der furchtbar gerne hinter Rehen herjagen möchte, weshalb er an die Leine muss
b) die Rehe, die genau wissen, dass der kleine Hund an der Leine ist und aus dem Wald rauskommen um zu provozieren
c) mein Arm, der durch eine immer wieder ruckartig gezogene Leine dauernd in
c-1) Brennnesseln.
c-2) Dornen
gezogen wurde
Wobei man c) auch folgendermaßen umschreiben kann: Falsche Ausstattung. Ich benötige dringend
1) Gummistiefel
2) Hosen aus Stahlblech
3) eine Jacke, die keinen Dorn durchlässt, aber bei über 30 Grad im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von ca 100 % trotzdem frisch und luftig ist
4) einen artigen Hund. Ich meine, nicht dass sie nicht artig IST – sie will den Rehen gar nichts tun, aber wenigstens guten Tag sagen wird man ja wohl noch dürfen! Aber beim Brombeerenpflücken wäre ein Reh-sistenter Hund eine wirklich, wirklich gute Sache. Wir arbeiten daran.

Zudem wäre ein Boot nicht schlecht – die Waldwege haben sich in Schlammlawinen verwandelt.

Es hätten des Weiteren noch mehr Brombeeren sein können, wenn der kleine Hund die Rehe nicht irgendwann doof gefunden hätte und festgestellt hätte, das Brombeeren eigentlich auch gut schmecken. Nicht so gut wie Walderdbeeren natürlich, die zu ihrem großen Kummer plötzlich einfach verschwunden sind, aber immerhin akzeptabel. Wenn man sonst nichts bekommt (und Bulldoggen bekommen NIE was zu essen!) dann pflückt man eben Brombeeren und frisst die.

Übrigens sind das Rote da auf dem Bild nicht etwa unreife Brombeeren, sondern ein paar späte Himbeeren. Kann man ja nicht da lassen.

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