Der Mut steht Kopf

So… jetzt bin ich also vom (beinahe) lebenslangen Großstadtgewächs zum Landei mutiert. Also, ehrlich gesagt noch nicht ganz; diese Siedlung hier ist ein Vorort einer Kleinstadt, aber wenn man mal das Brot vergessen hat (oder wenn Pfingsten ist), kann man nicht „eben mal schnell“ einkaufen gehen. Da muss man dann entweder etwas anderes essen, oder man probiert Pfannebrot. Ich fand es lecker. Der Mann meines Herzens hat es zumindest tapfer gegessen.
Seinetwegen bin ich jetzt hier in NRW gelandet, und ich muss sagen, es gefällt mir. Obwohl es, bis auf kleine Höhenunterschiede, eigentlich überall gleich aussieht. Also, fast gleich. Berge, ein Fluss, Wiesen (mit Zecken drin) und über all dem kreisen Greifvögel. Ich, als lebenslanges Stadtkind, bin immer noch ganz verblüfft, wenn so ein riesiger Rotmilan plötzlich direkt über mein Auto fliegt, nur um mir kurz klarzumachen, wem all diese Berge ud Flüsse eigentlich wirklich gehören.
Wir sind ziemlich viel durch die Gegend gefahren, um herauszufinden, wo man gut mit den Hunden spazierengehen kann, haben aber inzwischen festgestellt, dass eben jenen Hunden völlig egal ist, ob sie in der Agger, der Sieg oder im Rhein plantschen (obwohl der Rhein tatsächlich ein wenig anders aussieht!).

NaturNeulich kamen wir bei unseren Streifzügen an einer der Corona-Nebenwirkungen vorbei. Wenn man wochenlang nicht aus dem Haus gehen kann, dann muss man eben Steine bemalen. Steine gibts hier ja genug (warum eigentlich bemalt man keine Zecken? Davon gibt’s gefühlt noch viel mehr und vielleicht sind sie „in bunt“ auch sympatischer!). Die Steinkette hatte schon eine beachtliche Länge erreicht. Und natürlich musste ich sie (teilweise) fotografieren: Mut

Während „Glaube“ und Hoffnung“ mir ordentlich vor die Kamera gerieten, stellte ich erst zuhause fest, dass der „Mut“ auf dem Kopf stand. Übrigens kann ich feststellen, dass die Kamera meines neuen Handys einiges mehr drauf hat, als die alte. Es ist mir gelungen, den Mond nicht nur als weißen, verwaschenen Fleck zu fotografieren, sondern man sieht (wenn man genau hinsieht) tatsächlich die typischen Mondstrukturen. Und sogar kleine, zappelige Insekten sind mit dieser Kamera ganz gut zu erkennen:

KameraDoch, ganz ehrlich, es ist schon wirklich schön hier (wenn man Brot hat!). Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Rhein

11 Gedanken zu “Der Mut steht Kopf

    1. Ja, ich hab mal eine gesehen. Steht so eine komische Kirche mit zwei Türmen drin, ziemlich altes Ding, sehr hübsch. Aber ich glaube, es gefällt mir etwas außerhalb doch besser. Dafür nehme ich auch gerne die zeitweise Brotlosigkeit in Kauf. 🙂

      Gefällt 1 Person

  1. Herzlich willkommen! An der Agger war ich vorgestern auch spazieren, ein bißchen laut teilweise, wegen der nahen Autobahn, aber schön. Zecken habe ich glücklicherweise keine gesehen.

    Liken

    1. Zecken sieht man nicht, Zecken SIND. das ist ihr fieser Trick. An der Agger waren wir spazieren, aber angeblich ist das hier um die Ecke, ein paar Gehminuten näher als die Agger, die Sülz. Ich bin nicht sicher, ob das stimmt, ich finde, die sehen genau gleich aus und kommen aus derselben Richtung, aber wer bin ich schon, dass ich das infrage stelle. 😀

      Gefällt 1 Person

      1. Oberhalb von Lohmar mündet die Sülz in die Agger, habe ich gerade gelesen und auf Maps nachgeprüft. Ah ja. Bisher kannte ich Sülz nur als Stadtteil von Köln. An der Sieg übrigens kann man sehr schön wandern, es gibt einen augeschilderten Siegsteig und ein Wanderbuch dazu. Aber Etappen zwischen zehn und zwanzig Kilometern sind eher nichts für Deine Hunde, oder?

        Liken

      2. Für den einen Hund ja. Der andere hatte gestern nach 10 Minuten schon echt genug (okay, es WAR heiß). Ich weiß aber nicht, ob ich 20 Kilometer schaffen würde (also, ohne zu nörgeln). 10 gingen wohl noch.
        Den Wanderweg haben wir gesehen. Echt viele Leute da. Letztes Jahr sind wir einfach IN der Sülz gewandert, das klappte auch 😛

        Liken

      3. Keine zehn Pferde würden mich dazu bringen, 20 km zu wandern – aber meine Begleiterin schon. Gute Gesellschaft macht viel aus. Und wenn man dann irgendwo einkehrt, gutes Essen und ein Bier – pures Glück.;-)

        Liken

  2. Ich glaube, ich kenne „den Mann deines Herzens“. Alles Gute für euch beide. Und ja, in NRW gibt es wirklich sehr schöne Ecken. Es ist das Bundesland, das ich nach Hamburg am liebsten habe und am besten kenne. 🙂

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s